Im ersten Teil 'Nostalgie und Höhenflug' seiner auf zwei Betrachtungen angelegten Mini-Dokumentarreihe richtet der langjährige ZDF-Chefkorrespondent seinen Blick auf die postkolonialen Entwicklungen vor allem in Südamerika, aber auch in der aufstrebenden Weltmacht China. Die im Titel anzitierte, aktuell im Niedergang befindliche Ära der 'Weißen' datiert Scholl-Latour vor 500 Jahren, als nach den spanischen und portugiesischen Entdeckungsfahrten auf dem neuen Kontinent Amerika die allmähliche Entstehung einer Europa-zentrierten, später auch anglo-sächsisch nordamerikanisch geprägten Weltherrschaft begann. Um das Jahr 1900 erlebte sie ihre größte Entfaltung.
In der modernen brasilianischen Gesellschaft sieht der Filmemacher allerdings die 'kosmopolitische Mischgesellschaft' der Zukunft am weitesten entwickelt. In der ehemaligen Kolonie Bolivien, die einst von spanischen Conquistadoren erobert wurde, gewinnen Scholl-Latour zufolge immer stärker die prä-kolumbianischen Indio-Kulturen an Einfluss. Und als Paradebeispiel für eine vom Westen weitestgehend emanzipierte Nation gilt ihm das moderne China, das sich in den so genannten 'Boxeraufständen' erstmalig gegen die Kolonialherren wehrte und heute den USA als ebenbürtiger Rivalen gegenüberstehen.
Im zweiten Teil der Dokumentation, die den Untertitel 'Ohnmacht und Anmaßung' trägt, widmet sich Peter Scholl-Latour der aktuellen Lage in den zentralasiatischen Republiken Kasachstan und Kirgisien und versucht herauszuarbeiten, warum das westliche Engagement in Afghanistan notgedrungen scheitern muss.
Insider-Bericht über den Ausbau der Wirtschaft auf Kosten der Dritten Welt: John Perkins war ein „Economic Hit Man“, ein Wirtschaftskiller.
Perkins Aufgabe war es, Entwicklungsländer zu besuchen und den Machthabern überdimensionierte, überteuerte Großprojekte zu verkaufen, die sie in wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA brachten.
Zwölf Jahre lang hat Perkins seine Seele verkauft – bis er ausstieg. Weitere zwei Jahrzehnte später hatte er den Mut, auszupacken. Auslöser dafür war die Frage „Warum hassen sie uns so?“, die Präsident George W. Bush nach den Anschlägen am 11. September 2001 gestellt hatte.
Diese Argumentation zeigt, dass die Schokoladen-Industrie Kinderhandel und Kinderarbeit zumindest duldet. Denn sonst müssten die Hersteller mehr unternehmen, mehr Plantagen kontrollieren und wirklich nur von denen kaufen, auf denen es garantiert keine Kinderarbeit gibt. Vielleicht hilft diese eindrucksvolle und auch erschütternde Dokumentation dabei, die Ausbeutung von Kindern auf den Kakao-Plantagen zu beenden.
Das Versprechen des Textildiscounters KiK klingt verlockend: Komplett Einkleiden für unter 30 Euro, von der Socke bis zur Mütze. Mit dieser aggressiven Preispolitik hat es KiK im Einzelhandel ganz nach oben geschafft. Beinahe täglich eröffnen neue Filialen. Das Unternehmen ködert die Kunden mit fast unglaublichen Angeboten: Jeans für 9,99 Euro, Bermudas für 3,99 Euro, T-Shirts für 1,99 Euro. Doch wie kommen diese Schleuderpreise zustande -- und wer muss dafür bezahlen? Eine Reportage aus der Welt von Dumpinglöhnen, Ausbeutung und fragwürdigen Geschäftsmethoden. Film von Christoph Lütgert
SEPTEMBERWEIZEN ist ein Begriff aus der Warenterminspekulation und bezeichnet einen im September fälligen Weizenkontrakt – also "Papierweizen". Vor allem um diesen Weizen, der so gar nichts mehr von einem Lebens-Mittel hat, geht es in diesem Film. Peter Krieg zeigt in collageartigen Montagen, wie Farmer, Wissenschaftler, Händler, Spekulanten, Verarbeiter und Politiker mit dem Weizen umgehen und was dabei übrig bleibt für Hungrige und Hungernde. Brechts Wort von den Hungersnöten, die nicht "ausbrechen", sondern vom Weizenhandel veranstaltet werden, erweist sich am Beispiel des amerikanischen Weizens eher als Untertreibung, denn auch Wissenschaftler, Spekulanten, Konzerne und Politiker backen am Hunger mit. Wo Weizen Ware und Waffe zugleich ist, kann es nur als Zufall erscheinen, wenn am Ende doch noch essbares Brot zustande kommt – als Abfallprodukt einer Reihe aufwändiger Geschäfte, die trotz aller gegenteiligen Beteuerungen den Hunger eher vergrößern als stillen.Ganz aktuell ein Beitrag des Magazins Frontal 21 vom 18.10.11:Spekulation: Geschäfte mit dem Hunger
Wenn Banken mit dem Spruch "lassen Sie ihr Geld arbeiten" locken, geben wir uns einer Illusion hin: Geld arbeitet nicht. Menschen arbeiten. Spanische Bauarbeiter, afrikanische Bauern oder indische Tagelöhner vermehren unser Geld, während sie selbst arm bleiben. Sobald wir ein Konto eröffnen, sind wir beteiligt - denn die Finanzwelt ist global. Für Zinsen und Rendite unserer Altersversorgung pressen Unternehmer und Spekulanten fremde Länder aus.
Q. meint : Durch Spekulation an den Warenterminbörsen vor allem, aber nicht nur im Lebensmittelbereich, werden Hungersnöte entfacht und befeuert, z. B. dadurch, dass der Preis für Lebensmittel in manchen Regionen unerschwinglich für die dort lebenden Menschen wird. Das ist nichts anderes als organisierter Massenmord. Herr Ackermann kennt und unterstützt dieser Machenschaften. Ackermann und Konsorten sind daher nichts anderes als eiskalte Massenmörder. Hierzu eine Dokumentarfilm aus dem Jahr 1980:Septemberweizen. Und ganz aktuell ein Beitrag des Magazins Frontal 21 vom 18.10.11:Spekulation: Geschäfte mit dem Hunger
Q. meint: Wie lange schaut die sogenannte zivilisierte Welt noch zu, dass ca. 1.000.000.000 Menschen am Verhungern sind. Tendenz steigend. Der wahre Grund müsste doch langsam den meisten bekannt sein.Bitte zwei Minuten Zeit investieren und dieses Video anschauen.Da passt auch der folgende Artikel ausgezeichnet zu diesem Thema:
Q. meint: Ist es wirklich Sozialneid, wenn man von dieser feudalen Protzerei angewidert wird? Spätestens, wenn man den Zusammenhang zwischen grenzenlosem Reichtum und der unendlichen Not auf unserem Planeten wahrnimmt, nicht mehr. Warum machen die Porsche fahrenden Linkspopulisten in ihren schicken Villen nicht auf diesen Zusammenhang aufmerksam?
Q. meint: Warum nur haben manche Organisationen oder Politiker etwas gegen WikiLeaks? Da fällt mir doch überhaupt kein Grund dazu ein. Hier eine aufschlussreiche Doku zum Thema Nigeria:Port Harcourt - 10.11.1995 - Ken Saro-Wiwa
Q. meint: Nicht nur das Verkehrswesen, sondern nahezu die gesamte Weltwirtschaft hängt am Öltropf. Und wir blasen zum Spass das wertvolle Gut in die Luft und verursachen damit zu einem Grossteil den Klimawandel. Zukünftige Generationen werden uns verfluchen, wegen unserer Luxusgier. - The Times They Are-Changin'. - Unaufhaltsam!!
Q. meint: Dass unsere Sucht nach einem Luxusleben mindestens eine Milliarde Menschen in Hungersnöte bringt, ein vielfaches Leben in Armut, Schmutz und Elend aufbürdet, ist allzu vielen egal. Naiv ist es allerdings zu glauben, dass dieses auf Dauer gutgehen kann. Wie würdest DU reagieren, wenn du im absoluten Elend um deine Existenz jeden Tag kämpfen müsstest, im TV oder Internet dann vom Lebensstil in den reicheren Ländern erfahren würdest? Deine Wut und dein Unverständnis wären wohl grenzenlos. Spätestens die drohende
Klimakatastrophe sollte uns allen zu denken geben. Die Ursachen sind nämlich die gleichen!